Mit rund 570.000 Einwohnern und einem Stadtgebiet, das zu großen Teilen auf Marsch- und Moorböden gründet, stellt Bremen besondere Anforderungen an die geotechnische Erkundung. Die ungesättigte Zone – jener Bereich oberhalb des Grundwasserspiegels – bestimmt hier maßgeblich das Tragverhalten flacher Gründungen. In unserer täglichen Praxis messen wir die Saugspannung mit Tensiometern und führen gleichzeitig einen Versuch mit der Lastplatte durch, um die Steifigkeit direkt vor Ort zu erfassen. Ohne diese kombinierte Betrachtung bleiben Setzungsprognosen in den bindigen, teils organischen Böden der Hansestadt unvollständig.

Die ungesättigte Zone im Bremer Klei zeigt Saugspannungen bis 120 kPa – ein Wert, der Setzungsprognosen um bis zu 40 % verändern kann.