Die Böden in Bremen variieren stark zwischen der Geest im Osten und der Marsch entlang der Weser. Während auf der Geest oft sandige Geschiebeböden anstehen, dominieren in der Bremer Marsch weiche, organische Tone und Klei. Für Gründungen in diesen Zonen ist die ungestörte Probenahme (Shelby-Rohr) unerlässlich, da nur sie die empfindliche Struktur des Bodens für Laborversuche bewahrt. Ein Cone Penetration Test liefert dagegen kontinuierliche Profile, ersetzt aber nicht die Entnahme intakter Proben für Konsolidations- oder Scherversuche. In Bremen ist dieser Unterschied entscheidend, denn die Tragfähigkeit der Marschböden wird sonst schnell überschätzt.

In der Bremer Marsch entscheidet die ungestörte Probenahme über die realistische Bemessung von Flachgründungen – ein Fehler hier führt zu Setzungen.