Bremen liegt im Übergangsbereich von Marschen und Geest. Die oberen Bodenschichten bestehen oft aus weichen, organischen Tonen und Torfen der Weserniederung, die bis in 10 m Tiefe reichen. Darunter folgen pleistozäne Sande und Kiese. Für eine belastbare Gründung ist die **bodenmechanische Untersuchung** hier unverzichtbar. Wir kombinieren Rammsondierungen mit der Klassifikation der Böden nach DIN 18196, um Schichtenverlauf und Tragfähigkeit präzise zu erfassen. So vermeiden Sie spätere Setzungsschäden an Gebäuden oder Verkehrsflächen.
Organische Weichschichten unter der Bremer Innenstadt erfordern eine mindestens 5 m tiefe Erkundung, um Setzungsdifferenzen an angrenzenden Altbauten zuverlässig zu prognostizieren.
Methodik und Umfang
Die DIN 1054 und der Eurocode 7 (EN 1997‑1:2004) geben den Rahmen für unsere bodenmechanische Untersuchung vor. In Bremen ist die Norm besonders relevant, weil organische Weichschichten eine hohe Zusammendrückbarkeit aufweisen. Unser Leistungsspektrum umfasst:
Feldversuche: Rammsondierung (DIN 4094), Flügelscherversuch (DIN 4096) und Kleinbohrungen
Laborversuche: Klassifizierung (DIN 18196), Wassergehalt, Glühverlust, Körnungssieb und Konsistenzgrenzen
Die Ergebnisse fließen direkt in die Festlegung der Bemessungskennwerte nach DIN 1054:2018‑12 ein.
Technisches Referenzbild — Bremen
Lokale Besonderheiten
Im Bremer Stadtteil Horn-Lehe stehen auf der Geest tragfähige Sande an, während in der Neustadt und in Woltmershausen mächtige Torf- und Kleischichten bis 6 m Mächtigkeit liegen. Wird die **bodenmechanische Untersuchung** dort oberflächlich ausgeführt, unterschätzt man die Setzungsempfindlichkeit. In Blockland und Borgfeld kommt organischer Mudde hinzu. Ohne ergänzende Rammsondierung und Konsolidierungsversuche riskieren Bauherren Risse an nichttragenden Wänden und Schiefstellungen. Auch bei Leitungsgräben in den Marschen ist die geringe Scherfestigkeit der Weichschichten zu berücksichtigen.
Rammsondierung nach DIN 4094 bis 10 m Tiefe, Flügelscherversuche in Torf und Klei, sowie Entnahme von ungestörten Stechzylinderproben für Laborversuche. Geeignet für Wohngebiete in der Bremer Neustadt und in Hemelingen.
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Laboranalyse organischer Böden
Wassergehalt, Glühverlust, Körnungssieb, Konsistenzgrenzen und einaxialer Druckversuch nach DIN 18136. Schwerpunkt auf Torf- und Muddeproben aus den Bremer Marschen. Ergebnisse dienen der Setzungsberechnung und Dimensionierung von Flachgründungen.
Geltende Normen
DIN 1054:2018‑12 (Baugrund – Sicherheitsnachweise), DIN 4094 (Rammsondierung), DIN 18196 (Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation), DIN 18122 (Fließ- und Ausrollgrenze), EN 1997‑1:2004 + NA (Eurocode 7)
Häufige Fragen
Welche Normen sind in Bremen für die bodenmechanische Untersuchung verbindlich?
In Bremen gelten die DIN 1054:2018‑12 und der Eurocode 7 (EN 1997‑1:2004) mit deutschem Nationalen Anhang. Für die Klassifizierung organischer Böden ist zusätzlich die DIN 18196 maßgebend. Die Bauaufsicht in Bremen fordert bei Gebäuden ab zwei Vollgeschossen eine Baugrunderkundung nach DIN 4020.
Wie tief muss die Erkundung in Bremen mindestens reichen?
In den Marschen (Stadtteile Woltmershausen, Blockland, Borgfeld) sollte die Erkundung mindestens 6 m unter Geländeoberkante reichen, um die weichen Torf- und Kleischichten vollständig zu durchteufen. Auf der Geest (Horn-Lehe, Oberneuland) genügen 3–4 m. Wir richten die Tiefe nach der geplanten Last und den örtlichen Schichtprofilen.
Was kostet eine bodenmechanische Untersuchung in Bremen?
Der Kostenrahmen liegt zwischen 2.510 € und 4.060 € für ein Einfamilienhaus mit 3–4 Kleinbohrungen und Standardlabor. Bei größeren Projekten mit Rammsondierung und Konsolidierungsversuchen kann der Betrag abweichen. Wir erstellen Ihnen gern ein detailliertes Angebot nach Besichtigung.
Wie lange dauern die Feld- und Laborarbeiten in Bremen?
Die Feldarbeiten (Bohrungen, Sondierungen) sind in der Regel nach 1–2 Arbeitstagen abgeschlossen. Die Laboranalysen benötigen je nach Probenumfang 5–10 Werktage. Einen vorläufigen Ergebnisbericht mit Schichtenverzeichnis können wir oft schon nach einer Woche vorlegen.