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Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Bremen – Standortgerechte Planung

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In Bremen wechseln sich bindige Marschböden mit sandigen Geestablagerungen ab. Dieser Schichtenwechsel macht den Wasserabfluss schwer abschätzbar. Ein Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc oder Lugeon liefert hier belastbare k-Werte. Die Methode prüft direkt im Bohrloch, wie schnell Wasser in den umgebenden Boden fließt. Bei sandigen Lagen der Geest wird der Versuch konstant druckgeregelt, in tonigen Marschböden abfallend. Das erspart spätere Überraschungen. Die Ergebnisse fließen in die Bemessung von Drainagen, Sickerschlitzen oder Grundwasserabsenkungen ein. Kombiniert mit einem Infiltrationstest vor Ort erhält man ein vollständiges Bild der Versickerungsleistung des anstehenden Bodens.

Illustratives Bild von Permeabilidad campo in Bremen
In Bremen wechseln Marsch- und Geestböden auf kleinstem Raum – der Feldversuch misst direkt, was Karten nicht zeigen.

Methodik und Umfang

Ein häufiger Fehler in Bremen: Man verlässt sich auf Tabellenwerte aus allgemeinen Bodenkarten. Die Marschböden haben aber lokal stark schwankende Durchlässigkeiten. Der Felddurchlässigkeitsversuch misst direkt im Bohrloch. Drei typische Anwendungen: Bei Tonböden der Marsch kommt der Lugeon-Test zum Einsatz, bei Sanden der Geest der Lefranc-Test. Die Norm DIN EN ISO 22475-1 und die DIN 18130-1 geben das Verfahren vor. Für tiefere Erkundungen ergänzen wir den Versuch um einen Druckversuch zur Bestimmung der Gesteinsdurchlässigkeit.
Technisches Referenzbild — Bremen

Lokale Besonderheiten

In der Bremer Neustadt stehen sandige Geestflächen neben alten Marschpoldern. Versickert Regenwasser auf der Geest, fließt es unterirdisch in die Marsch. Fehlt der Felddurchlässigkeitsversuch, kann eine Versickerungsanlage in der Marsch überlaufen. Im Hafenbereich hinterlassen Weichschichten mit geringer Durchlässigkeit stehendes Wasser. Wer hier nur Laborwerte nutzt, unterschätzt die tatsächliche Versickerungsleistung. Die Folge: Vernässung von Kellern und Schäden an Straßenbelägen. Der Feldversuch in Bremen schafft Klarheit.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenLefranc (konstanter/hydraulischer Druck) / Lugeon (steigender Druck)
MessgrößeDurchlässigkeitsbeiwert k [m/s]
Prüfintervall1–3 m je Bohrlochabschnitt
Bohrlochdurchmesser86 mm bis 146 mm
Druckbereich0,1–10 bar (Lugeon)
NormenDIN 18130-1, DIN EN ISO 22475-1, Eurocode 7 (EN 1997-2)
Auswertungk-Wert nach Theis, Hvorslev oder Moye
Einsatztiefe0–30 m unter GOK

Zugehörige Fachleistungen

01

Lefranc-Versuch (konstanter Druck)

Geeignet für sandige Geestböden und Kiese im Norden Bremens. Der Versuch misst den k-Wert bei gleichbleibendem Wasserdruck. Ideal für die Bemessung von Versickerungsmulden und Rigolen. Dauer pro Messpunkt: 2–4 Stunden.

02

Lugeon-Versuch (steigender Druck)

Angewendet in tonigen Marschböden oder aufgeweichten Schichten im Bremer Westen. Der Druck wird schrittweise erhöht, um Rissbildung oder Dichtigkeit zu prüfen. Besonders relevant für Dichtwände und Baugruben mit Grundwasserhaltung.

Geltende Normen

DIN 18130-1: Baugrund – Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts, DIN EN ISO 22475-1: Standard Practice for Design and Installation of Groundwater Monitoring Wells, Eurocode 7 (EN 1997-2:2007) – Erkundung und Prüfung des Baugrunds, DVGW W 113: Bohrbrunnen – Planung, Bau, Betrieb

Häufige Fragen

Wann brauche ich in Bremen einen Felddurchlässigkeitsversuch?

Immer wenn Sie Regenwasser versickern lassen, eine Baugrube mit Grundwasserabsenkung planen oder die Dichtigkeit einer Schlitzwand nachweisen müssen. Die Bremer Marschböden haben oft geringe Durchlässigkeit – der Versuch liefert die exakten k-Werte für die Bemessung.

Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch in Bremen?

Die Kosten liegen zwischen 490 und 990 Euro pro Messpunkt, abhängig von Tiefe, Bohrdurchmesser und gewähltem Verfahren (Lefranc/Lugeon). Bei mehreren Messpunkten reduzieren sich die Kosten pro Punkt.

Wie lange dauert der Versuch vor Ort?

Ein einzelner Lefranc-Versuch dauert 2 bis 4 Stunden inklusive Bohrlochvorbereitung und Messung. Lugeon-Versuche können bei mehreren Druckstufen 4 bis 6 Stunden benötigen. Die Auswertung im Labor erfolgt innerhalb von 3 Werktagen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bremen.

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