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SPT (Standard Penetration Test) in Bremen – Bodenuntersuchung für tragfähige Gründungen

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Ein häufiger Fehler, den Bauträger in Bremen machen, ist der Verzicht auf eine ausreichende Anzahl von SPT-Versuchen, wenn sie auf die typischen Weichschichten der Marsch treffen. Gerade in den tieferen Lagen der Stadt, wo der Untergrund aus Torf und Klei besteht, liefert der Standard Penetration Test die entscheidenden Werte für die Tragfähigkeit. Wer hier spart, riskiert ungleiche Setzungen und teure Nachbesserungen. In Bremen, wo der Grundwasserspiegel oft nur einen Meter unter der Oberfläche liegt, ist die Kombination aus SPT und einer sorgfältigen Klassifikation der Böden der erste Schritt zu einem standsicheren Bauwerk.

Illustratives Bild von Ensayo spt in Bremen
In der Bremer Marsch liegen die N‑Werte in Torf und Klei oft unter 10 – ein klares Signal für Setzungsrisiko und Gründungsverstärkung.

Methodik und Umfang

Ein aktuelles Projekt in der Bremer Neustadt zeigt, wie der SPT in der Praxis abläuft: Ein sechsgeschossiger Wohnkomplex auf einer ehemaligen Hafenfläche. Das Team setzte den SPT nach DIN EN ISO 22476-3 ein, um in 15 Metern Tiefe die Dichte der Sandschichten zu ermitteln. Die dabei gewonnenen N‑Werte flossen direkt in die Berechnung der zulässigen Bodenpressung ein. Typische Schlagzahlen liegen in Bremen bei 5 bis 15 in den oberen Torfschichten, während die darunter liegenden Sande Werte über 30 erreichen. Das Protokoll dokumentiert jede 20 cm den Eindringwiderstand und die Bodenprobe.
Technisches Referenzbild — Bremen

Lokale Besonderheiten

Das SPT-Gerät in Bremen steht meist auf einem LKW mit hydraulischer Ramme. Der 63,5 kg schwere Hammer wird immer wieder nach oben gezogen und fällt auf das Gestänge. Jeder Schlag ist ein Datenpunkt, der in Echtzeit auf dem Bildschirm erscheint. In den weichen Schichten der Stadt, etwa rund um den Werdersee, dringt die Sonde fast von selbst ein – der Hammer braucht kaum Energie. Genau hier liegt das Risiko: Wer sich nur auf die Schlagzahl verlässt, übersieht die geringe Scherfestigkeit des Torfs. Deshalb wird der SPT stets mit einer Bodenansprache vor Ort kombiniert.

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Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenDynamischer Eindringversuch mit Rammsonde nach DIN EN ISO 22476-3
MessgrößeSchlagzahl N (Anzahl Schläge pro 30 cm Eindringung)
GerätStandard-Rammsonde 63,5 kg, Fallhöhe 76 cm
Bodenarten in BremenTorf (N < 8), Klei (N 8–15), Sand (N > 30)
AnwendungBemessung von Flach- und Tiefgründungen, Setzungsprognose
NormenDIN EN ISO 22476-3, DIN 4094, Eurocode 7 (EN 1997-1:2004)

Zugehörige Fachleistungen

01

Durchführung von SPT-Versuchen

Einsatz der genormten Rammsonde nach DIN EN ISO 22476-3 inklusive Protokollierung der Schlagzahlen und Entnahme gestörter Proben. Besonders geeignet für die Bremer Marschböden.

02

Auswertung und Bodenklassifikation

Berechnung der Lagerungsdichte, relativen Dichte und Scherfestigkeit aus den N‑Werten. Ergänzend wird eine Korngrößenanalyse im Labor durchgeführt.

03

Gründungsempfehlung auf Basis des SPT

Ableitung der zulässigen Bodenpressung für Flachgründungen oder Pfahllasten für Tiefgründungen. Berücksichtigung der lokalen Grundwasserverhältnisse.

Geltende Normen

DIN EN ISO 22476-3 (SPT – Standard Penetration Test), DIN 4094 (Bodenuntersuchung durch Sondierungen), Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) – Entwurf und Berechnung von Gründungen

Häufige Fragen

Wie viele SPT-Versuche sind in Bremen für ein Einfamilienhaus notwendig?

Für ein typisches Einfamilienhaus in Bremen reichen meist zwei bis drei SPT-Versuche bis in 10 m Tiefe. In Gebieten mit bekannten Weichschichten, etwa in der Nähe der Weser, empfehlen wir einen zusätzlichen Versuch, um die Setzungsdifferenzen genau zu erfassen.

Was kostet ein SPT in Bremen?

Die Kosten für einen SPT in Bremen liegen zwischen 490 und 770 Euro pro Versuch, abhängig von der Tiefe und der Zugänglichkeit des Grundstücks. Bei mehreren Ansätzen oder erschwerten Bedingungen (z. B. Grundwasser) kann der Preis abweichen – ein Angebot vor Ort gibt Klarheit.

Welche Norm gilt für den SPT in Deutschland?

In Deutschland ist der Standard Penetration Test nach DIN EN ISO 22476-3 geregelt. Ergänzend wird die DIN 4094 für die Durchführung von Sondierungen herangezogen. Die Ergebnisse fließen in die Bemessung nach Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) ein.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Bremen.

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