Bremen liegt im norddeutschen Tiefland, wo der Grundwasserspiegel oft nur einen bis zwei Meter unter der Geländeoberkante ansteht. In dieser Umgebung entscheidet die korrekte Bodenklassifikation nach USCS oder AASHTO darüber, ob eine Gründung auf tragfähigem Sand oder in weichen organischen Schichten erfolgt. Unser Team führt die Klassifikation im Labor nach aktuellen ASTM- und DIN-Normen durch und ergänzt sie bei Bedarf mit einer Granulometrie, um die Kornverteilung genau zu bestimmen.
In Bremen verschieben organische Anteile den AASHTO-Gruppenindex – der Glühverlust nach DIN 18128 ist hier unverzichtbar.
Methodik und Umfang
Die Hansestadt zählt rund 570.000 Einwohner und liegt beidseits der Weser, deren Sedimente eine heterogene Abfolge aus Sanden, Schluffen und Torfen bilden. Für die Bodenklassifikation nach USCS bestimmen wir Sieblinie, Plastizitätszahl und Wassergehalt – Parameter, die auch für die AASHTO-Einstufung von Tragschichten im Straßenbau unverzichtbar sind. In Bremen kommt es häufig vor, dass organische Anteile den AASHTO-Gruppenindex verschieben, weshalb wir den Glühverlust nach DIN 18128 parallel messen. In einem aktuellen Projekt an der Überseestadt ermöglichte die feine USCS-Differenzierung zwischen SP und SM die Planung einer wirtschaftlichen Flachgründung.
Technisches Referenzbild — Bremen
Lokale Besonderheiten
Die Marschböden Bremens neigen zu starken Volumenänderungen bei Wassergehaltsschwankungen. Ein typisches Risiko: Torf- und Kleischichten werden bei der USCS-Klassifikation als PT oder OH eingestuft, was auf hohe Zusammendrückbarkeit und geringe Scherfestigkeit hinweist. Wird diese Einstufung ignoriert, können Setzungen von mehreren Dezimetern auftreten – wie an der Weserpromenade geschehen. Die AASHTO-Klassifikation zeigt zudem, ob das Material als frostempfindlich gilt (Gruppen A-4 bis A-7), was in den feuchten Wintern Bremens entscheidend ist.
D10, D30, D60, Ungleichförmigkeitszahl Cu, Krümmungszahl Cc
Plastizitätsgrenzen
Fließgrenze wL, Ausrollgrenze wP, Plastizitätszahl Ip
Organischer Anteil
Glühverlust nach DIN 18128 (in %)
Zugehörige Fachleistungen
01
USCS-Klassifikation mit Korngrößenanalyse
Siebung und Schlämme nach DIN 18123, Bestimmung von Cu und Cc, Klassifikation nach DIN 18196. Für Bremer Sande und Schluffe die Basis jeder Gründungsbewertung.
02
AASHTO-Klassifikation für den Straßenbau
Ermittlung des Gruppenindex aus Sieblinie, Plastizitätszahl und Wassergehalt. Entscheidend für Planung von Tragschichten in Bremer Hafenstraßen und Gewerbegebieten.
03
Organikbestimmung & Plastizitätsgrenzen
Glühverlust nach DIN 18128 sowie Fließ- und Ausrollgrenze nach DIN 18122. Unverzichtbar bei den typischen Torf- und Kleischichten der Wesermarsch.
Geltende Normen
DIN 18196 (Standard Practice for Classification of Soils for Engineering Purposes – USCS), AASHTO M 145-91 (Standard Specification for Classification of Soils – AASHTO System), DIN 18196 (Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke)
Häufige Fragen
Welche Normen wenden Sie für die USCS-Klassifikation in Bremen an?
Wir arbeiten nach DIN 18196, ergänzt durch DIN 18196. Für die Korngrößenanalyse nutzen wir DIN 18123, und die Plastizitätsgrenzen bestimmen wir nach DIN 18122. So sind wir auf dem neuesten Stand der deutschen und internationalen Normung.
Wann reicht eine USCS-Klassifikation, wann brauche ich zusätzlich die AASHTO-Einstufung?
Die USCS-Klassifikation reicht für die allgemeine bodenmechanische Beschreibung und die erste Gründungsbewertung. Die AASHTO-Klassifikation wird benötigt, wenn das Material als Tragschicht im Straßenbau verwendet werden soll – sie liefert den Gruppenindex und die Frostempfindlichkeitsklasse. In Bremen mit seinen feinkörnigen Marschböden empfehlen wir bei Straßenprojekten immer beide Verfahren.
Wie viel kostet eine Bodenklassifikation nach USCS/AASHTO in Bremen?
Der Preis für eine vollständige USCS/AASHTO-Klassifikation liegt in der Regel zwischen 60 und 100 Euro pro Probe. Der Endpreis hängt vom Umfang der Zusatzversuche ab – etwa der Glühverlustbestimmung bei organischen Böden. Wir erstellen Ihnen gern ein individuelles Angebot.
Wie lange dauert die Klassifikation im Labor?
Die reine Sieb- und Plastizitätsanalyse ist in zwei bis drei Arbeitstagen abgeschlossen. Bei Proben mit hohem organischem Anteil, die einen Glühverlust erfordern, kann die Bearbeitungszeit auf fünf Arbeitstage steigen. Wir informieren Sie vorab über den genauen Zeitplan.