Bremen wuchs über Jahrhunderte auf Marschböden und Torfschichten, die durch die Weser und Geestablagerungen geprägt sind. Diese weichen, oft wassergesättigten Sedimente stellen besondere Anforderungen an die Gründungsplanung – vor allem, wenn seismische Einwirkungen berücksichtigt werden müssen. Die erdbebensichere Gründungsbemessung in Bremen erfordert eine präzise Ermittlung der vs30/" data-interlink="1">Scherwellengeschwindigkeit und der dynamischen Bodenkennwerte, da die norddeutsche Tiefebene nicht als aseismisch gelten kann. Historische Beben wie das von 1756 bei Bremen zeigen, dass moderate Erschütterungen möglich sind. Daher kombinieren wir geophysikalische Verfahren wie MASW mit laborativen Triaxialversuchen, um das nichtlineare Bodenverhalten unter zyklischer Belastung zu erfassen – eine Grundlage für jede standsichere Fundamentauslegung.

Die VS30-Messung ergab in Bremen-Mitte Werte um 160 m/s – das entspricht Baugrundklasse S3 mit moderater Verstärkung nach DIN EN 1998-1/NA.