Bremen wuchs jahrhundertelang auf Marschböden, die bei jedem Hochwasser der Weser neu durchtränkt wurden. Die Konsolidation dieser weichen, tonigen Schichten ist bis heute eine geotechnische Herausforderung. Seit dem Wiederaufbau nach 1945 setzt die Stadt auf vertikale Dräns, um Baugrundverbesserung wirtschaftlich zu realisieren. Die Bemessung von vertikalen Dräns (vorgefertigt) ist dabei kein Standardverfahren – sie erfordert genaue Kenntnis des Porenwasserüberdrucks und der horizontalen Durchlässigkeit. Vor der Berechnung wird meist ein Versuch zur Durchlässigkeit im Feld durchgeführt, um den kh-Wert wirklich zu bestimmen. Ohne diese Daten arbeitet man im Blindflug.

Die horizontale Durchlässigkeit des Bremer Marschtons liegt oft unter 10⁻⁹ m/s – ohne PVD wäre eine Konsolidation über Jahrzehnte nötig.