Ein Logistikzentrum an der Weser, direkt auf weichen Kleiböden. Der Bauherr wollte eine tragfähige Arbeitsplattform, ohne tief zu gründen. Wir haben die Geogitter-Spezifikation genau auf den anstehenden Torf und Ton abgestimmt. Die erste Lage Geogitter mit einer Zugfestigkeit von 200 kN/m wurde direkt auf das Vlies gelegt. Ohne diese präzise Festlegung wäre die Setzungsdifferenz zwischen den Hallenfeldern zu groß geworden. In Bremen entscheidet oft der obere Meter über die Machbarkeit des gesamten Projekts. Vor dem Einbau verifizieren wir die Bodenparameter mit einem Plattendruckversuch auf der Sauberkeitsschicht.
Die richtige Geogitter-Spezifikation verhindert Setzungsdifferenzen von über 10 cm auf Bremer Kleiböden – das haben wir mehrfach nachgewiesen.
Methodik und Umfang
Im Bremer Norden, rund um Burglesum, stehen oft mächtige Geschiebemergel an – ein idealer Baugrund für Geogitter. Anders im Süden, nahe dem Flughafen: Hier dominieren schluffige Sande mit hohem Grundwasserstand. Die Geogitter-Spezifikation muss für jede dieser Zonen andere Dehnungs- und Kriecheigenschaften abdecken. Wir legen folgende Parameter fest:
Zugfestigkeit (längs/quer) nach DIN EN ISO 10319
Rastermaß und Öffnungsweite für Bodenverzahnung
Kriechverhalten unter Dauerlast (1.000 h)
Beständigkeit gegen UV-Strahlung und chemische Angriffe
Ergänzend prüfen wir die Kompatibilität mit dem anstehenden Boden durch Klassifikationsversuche nach DIN 18196. So stellen wir sicher, dass das Geogitter nicht im Schluff „schwimmt“, sondern kraftschlüssig einbindet.
Technisches Referenzbild — Bremen
Lokale Besonderheiten
Die Bremer Marsch besteht aus Weichschichten mit einer Mächtigkeit von bis zu 15 m. Der Grundwasserstand liegt ganzjährig knapp unter Gelände. Wird die Geogitter-Spezifikation nur nach Herstellerangabe gewählt, ohne die lokale Bodenstruktur zu berücksichtigen, droht ein Durchstanzen des Gitters in den Torf. Wir haben in Bremen-West einen Fall dokumentiert, bei dem ein Geogitter mit zu großer Maschenweite (> 80 mm) den Schluff nicht halten konnte – die Setzungen waren doppelt so hoch wie prognostiziert. Deshalb ermitteln wir vor jeder Spezifikation die Korngrößenverteilung und den Glühverlust des organischen Anteils.
Wir entnehmen repräsentative Proben aus dem Baugrund, führen Korngrößenanalyse, Glühverlust und Scherversuche durch. Auf dieser Basis definieren wir das erforderliche Rastermaß und die Mindestzugfestigkeit des Geogitters.
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Spezifikation und Einbaukontrolle
Nach der Laborphase erstellen wir ein lastabhängiges Spezifikationsblatt mit Werten für Zugfestigkeit, Dehnung, Kriechverhalten und UV-Stabilität. Vor Ort überwachen wir die korrekte Verlegung und Überlappung der Geogitter.
Geltende Normen
DIN EN ISO 10319 – Geokunststoffe – Zugversuch am breiten Streifen, DIN EN ISO 13428 – Bestimmung des Schutzwirkungsgrades, DIN EN 13251 – Geotextilien für Erdbauarbeiten, Empfehlungen für den Entwurf und die Konstruktion von Erdbauwerken mit Geokunststoffen (EBGEO)
Häufige Fragen
Welche Geogitter-Spezifikation ist für weiche Kleiböden in Bremen geeignet?
Für Kleiböden mit einem Wassergehalt > 40 % empfehlen wir ein Geogitter mit einer Zugfestigkeit von mindestens 150 kN/m längs und einem Rastermaß von 30 x 30 mm. Die Dehnung sollte unter 10 % liegen, damit die Bewehrung frühzeitig aktiviert wird.
Muss die Geogitter-Spezifikation bei jedem Bauvorhaben in Bremen neu erstellt werden?
Ja, weil die Bodenverhältnisse selbst auf einem Grundstück stark schwanken. In Bremen wechseln Torf-, Klei- und Sandschichten oft innerhalb weniger Meter. Eine pauschale Spezifikation führt zu Unter- oder Überdimensionierung.
Welche Prüfungen führen Sie für die Geogitter-Spezifikation durch?
Wir führen den Zugversuch nach DIN EN ISO 10319 durch, ermitteln die Öffnungsweite, prüfen das Kriechverhalten im Dauerstandversuch und analysieren die Kornverteilung des anstehenden Bodens. Das Ergebnis ist ein maßgeschneidertes Spezifikationsblatt.
Was kostet eine Geogitter-Spezifikation in Bremen?
Die Kosten liegen zwischen 380 € und 1.080 €, abhängig von der Anzahl der zu prüfenden Proben und dem Umfang der Kriechversuche. Bei Großprojekten mit mehreren Bodenarten kann der Preis variieren – wir erstellen ein transparentes Angebot.
Wie lange dauert die Erstellung einer Geogitter-Spezifikation?
In der Regel 5 bis 10 Werktage, sofern die Bodenproben bereits vorliegen. Bei Eilprojekten in Bremen können wir die Zugversuche priorisieren und das Spezifikationsblatt innerhalb von 3 Werktagen liefern.